Ioniq mit 230 V Schuko Laden ?!

  • Moin alle zusammen ,
    ich möchte mit einen Ionq EV zulegen. Das Fahrzeug fährt am Tag ca.50 -70 km und steht dann bei mir unter dem Carport. Hier ist eine Schukosteckdose mit 16A Absicherung verbaut.
    An dieser Steckdose will ich das Fahrzeuge jede Nacht laden. Ist das o.k.? Lädt das Fahrzeug die Batterie mit dem mitgelieferten Kabel (Ziegel) auf 100 % voll oder weniger bzw.kann ich die Ladung begrenzen ?
    Die Ladeleistung kann man sicher bei dem Ioniq EV begrenzen ?! z.B. 10 A - 8 A - 6 A ?! Dann wäre die Schukosteckdose nicht so belastet.
    Ich wäre für Infos dankbar und wünsche einen guten Rutsch ins neue Jahr.
    Vielen Dank vorab.

  • Hallo glanzmen,
    das sollte alles so gehen. Du kannst am Ioniq und am Ladeziegel je dreistufig einstellen, wieviel Leistung durchgeht, insgesamt also 9 Einstellungen. Für den Plug-In wurde das hier schon mal aufgedröselt, ich habe das Gefühl, dass das beim Electric nicht groß abweicht.
    Du kannst am Fahrzeug begrenzen, bis wohin er laden soll, wobei die nutzbaren 100% ja nicht einem komplett vollen Akku entsprechen, da ist noch ein Puffer nach oben. (Ich habe den Aspekt bislang nicht eindeutig gelesen, schätze aber mal, dass die Ladebegrenzung auch beim Ladeziegel funktioniert.)
    Wenn Du am Tag bis zu 70km fährst und dann wieder lädst, musst Du ja auch nur wenige kWh nachladen. (beim Durchschnitt von 15 kWh/100km wären das ca 10 kWh, die in der kleinsten Ladekombi (low|minimum) grob 13h beansprucht, in der höchsten wohl nicht ganz 4h.
    Hängt natürlich noch davon ab, wie und wo und bei welchem Wetter Du so fährst...
    Alles in allem gute Bedingungen bei Dir, kannst den Strom schön schonend in den Akku tropfen lassen!

    ioniq style hev platinum silver seit 17.08.2017 :thumbsup:

  • Man kann den SOC beim Ioniq BEV nicht direkt begrenzen (geht beim Kona BEV). Es geht entweder über die Dauer mit dem dazu passenden Strom, indem man vorher (vor 100%) die Ladung abbricht, oder man begrenzt durch andere Mittel (smarte Steckdose oder Lader wie go echarger) die zugeführte Energie-Menge (in kWh).


    Edit: Man muss halt eine kleine Umrechnung am Taschenrechner machen, dauert keine Minute, wenn mans paar Mal gemacht hat. Ist auch gut fürs Hirn.

  • Ich nutze beim Plugin auch gerne das Feature "Ladezeiten". Bei planbaren Abfahrten (z.B. Arbeitsende) starte ich den Ladevorgang so das der Akku erst kurz vor Abfahrt voll ist. So vermeide ich hohe Ladestände auf längere Zeit.


    Beim Plugin sind angezeigte 100% SOC tatsächliche 95%. Die restlichen 5% sind Puffer für eine längere Lebensdauer.


    Sollte sich der Ladeanspruch beim Carport mal auf dauerhafte 16A erhöhen, könnte man die Schuko-Dose gegen eine blaue CEE16 austauschen.
    Natürlich braucht es dann noch z.B. einen go-e Charger oder ein entsprechendes ICCB-Kabel.

  • Ich nutze beim Plugin auch gerne das Feature "Ladezeiten". Bei planbaren Abfahrten (z.B. Arbeitsende) starte ich den Ladevorgang so das der Akku erst kurz vor Abfahrt voll ist. So vermeide ich hohe Ladestände auf längere Zeit.


    Beim Plugin sind angezeigte 100% SOC tatsächliche 95%. Die restlichen 5% sind Puffer für eine längere Lebensdauer.
    ...

    Frage zu Absatz 1: Ist es wirklich ein Problem, den PHEV immer direkt nach der Fahrt vollzuladen, sodass er anschließend mit 100% stundenlang herumsteht?


    Frage zu Absatz 2: woher stammt diese Info?

    IONIQ "Classic" PlugIn von 09.2017 bis 08.2020, IONIQ "Classic" Electric ab 09.2020 (Modelljahr 2020, also FL)

  • Generell sind extreme Ladezustände, d.h. sehr leer oder sehr voll nicht gut. Im Sommer ist eher ein voller Akku schädlich, im Winter ein eher leerer Akku.
    Allerdings mag ein Akku auch nur ungern Energie im kalten Zustand aufnehmen.


    Wann lädt man nun? Direkt nach der Fahrt wenn der Akku noch warm ist oder direkt vor der Fahrt damit der Akku nicht lange voll steht? Letztendlich ist es ein Gebrauchsakku und Hyundai wird sich bei den 8 Jahren Garantie schon was dabei gedacht haben.


    Ich persönliche lade vor der Fahrt und stelle das Fahrzeug nie mit mehr als 90% angezeigtem SOC ab. Dies entspricht dann etwa 85% tatsächlichem SOC.
    Beim Bremsen muss der Akku locker über 20 kW aufnehmen und dies macht er auch bei 0°C Zellentemperatur. Die 3,5 kW von einer richtigen Ladesäule sind da nur ein Bruchteil. Dies mute ihm auch dem kalten Akku zu.


    Die Info mit den 5% Puffer stammen aus dem eigenen Auslesen mit Torque Pro per OBD-Schnittstelle. Damit sehe ich auch die Spannungen und Temperaturen der Zellen, sowie die momentan maximale Lade- und Entladeleistung in kW. Bei Zelltemperaturen bis 0°C konnte ich bislang in beiden Punkten keine Reduzierung feststellen. Lediglich bei vollem Akku reduziert sich die max. Rekuperationsleistung deutlich.


    Hyundai bestätigte mir auch im September 2018 per Email die 5% Puffer. Zitat:
    "Wenn die Batterie vollständig geladen ist, weist der Ladezustand lediglich 95% auf. Das schützt die Batterie vor übermäßigen Verschleiß. Im Display wird die Batterie dann als voll angezeigt."


    Hier mal ein Screenshot von meinem Torque Pro beim starken Beschleunigen:


    - ca 39.000 Watt elektrische Leistung
    - 70,5% reeller SOC
    - 58,8 kW maximal verfügbare Leistung (konnte ich noch nie voll abrufen)
    - 47,0 kW maximal verfügbare Rekuperationsleistung (reduziert sich bei vollem Akku auf ca. 27 kW)


    93d0f166-49c6-4973-92fb-585bf46dd9b4.jpg

  • @thomas.b
    Es ist mehr oder weniger bei Litium-basierten allgemein-gültig, dass Ladezustände >80% ungünstig für den Akku sind. Die "Ungünstigkeit" steigt exponentiell an, je näher an echten 100%. Das ganze wird aber erst dann wirklich "schlimm" je länger dieser Zustand anhält und umso höher die Temperaturen dabei sind. Deshalb versuche ich passend zur Abfahrt zu laden und an Wochenenden/Urlaub nur bis 75% Display-SOC. Im Sommer würde ich es vermeiden, direkt oder kurz nach Ankunft zu laden.


    Edit: war einer schneller ^^