Bezogen auf die wirkliche Ursache nutzen E-Autos den 12V-Akku genauso wie Verbrenner. Der einzige Unterschied ist, dass E-Autos den 12V-Akku auch von alleine nachladen können und dies dann auch sinnvollerweise tun.
Durch dieses nachladen wird das eigentliche Problem (zu hoher Standby-Stromverbrauch) zunächst kaschiert und man merkt nichts. Nur, wenn das E-Auto den 12V-Akku nicht nachlädt (z.B. <20/30% im Hauptakku), bemerkt man das eigentliche Problem. Bei einem Verbrenner wäre bei den Problemfahrzeugen nach jedem Abstellen der 12V-Akku leer und es ließe sich keiner mit so einer Ausrede abspeisen.
Mal ein Vergleich:
- Problem: Im Auto wird fehlerhafter Weise von irgendetwas auch im ausgeschaltetem Zustand viel Strom gezogen. Und es muss ne Menge sein, um einen 12V-Akku in wenigen Stunden zu leeren. Derartige Fehler gibt es und die haben nichts mit der Antriebsart zu tun.
- Ist es ein Verbrenner: An jedem Morgen ist der 12V-Akku völlig leer, man benötigt Starthilfe, muss viele km fahren, um den Akku wieder zu laden. Niemand würde sich von einem Händler sagen lassen, dass das Stand der Technik ist.
- Ist es ein Elektro: Unter vielen Bedingungen (nicht zu leere Hauptakku etc.) lädt das Auto den fehlerhaft leer laufenden Akku nachts wieder auf und man bemerkt nichts. Nur unter bestimmten Bedingungen findet das Nachladen nicht statt und der 12V-Akku läuft komplett leer. Der Händler versucht das Problem auf den Kunden zu schieben, er soll das Auto eben immer im Zustand des automatisch Nachladens halten.
Was sind den die geänderten Anforderungen bei BEVs? Der 12V-Akku wird bei BEVs weniger gefordert als bei Verbrennern. Und er kann und wird sogar automatisch vom BEV gepflegt werden.
Was der Händler hier beim BEV verlangt, würde beim Verbrenner bedeuten, dass er verlangt, dass man beim Abstellen seines Autos immer ein 12V-Ladegerät anschliessen muss. So etwas würde doch niemand akzeptieren.
Das ganze ist eben kein Fehler beim Umgang mit dem 12-Akku, sondern irgendein defektes Gerät.