Ladung nur bis 90% programmieren?

  • Mein Fahrprofil ist 65 km am Tag (32 km hin und zurück). Da wird der Motor dann immer nur für ein paar Kilometer anspringen, wenn es gut läuft. Ich hatte auch hier im Kopf, es sei nicht so gut für den Motor, wenn der nicht richtig warm wird und immer nur ein paar Kilometer am Tag (im Winter sicher mehr) läuft.
    Denke fast, ich werd mich auf den plugin konzentrieren. Das ist preislich etwas günstiger und ich habe immer Reserven für die auch immer wieder mal anfallenden langen Fahrten.

    Vorweg: Für meine Fahrsituation ist der PlugIn optimal. Meine Pendlerstrecke ist mit ca. 5km auch viel kürzer.
    Aber hätte ich 65km täglich ohne Lademöglichkeit an beiden Enden der Strecke, dann käme ich nie mit Strom über den Tag.


    Je nach Relief und Speed fährt man zwischen 40 und 50km elektrisch. Ist es bergig und du fährst 130 auf der Autobahn, geh ruhig von der halben Reichweite aus. Im Winter kommst du etwas weiter, weil die Heizung sowieso den Benziner einschaltet, welcher beim Heizen Strom zurückspeist. Ich komme zum Beispiel auf der A73 von Coburg nicht bis Suhl (50km), sondern bin schon bei Schleusingen leer. Das sind nur 38km, die aber hauptsächlich bergauf verlaufen.


    Bei deiner langen Pendlerstrecke darf man nicht übersehen, dass es immer wieder zusätzliche Wege und Besorgungen gibt. Ich bin regelmäßig überrascht, welche Fahrstrecke das Auto an einem ganz normalen Arbeitstag beim Ausschalten anzeigt. Meistens sind das über 30km: Edeka, Baumarkt, Kinder verräumen, Fitnessstudio... Es bleibt also nie bei der reinen Fahrstrecke zur Arbeit und zurück. Das sollte man bedenken.
    Für mich haut es hin. Ich lade normalerweise jede zweite Nacht daheim.
    Für dich aber wäre eine Lademöglichkeit an der Arbeitsstelle ideal. Ansonsten wirst du dich mit einem hohen Verbrenneranteil und damit mit einem höheren Spritverbrauch abfinden müssen.