Gleich ein 5x6mm² Kabel
Ich finde diese Wahl genau richtig, um zukünftig daran auch Wallboxen dreiphasig mit 22 kW Leistung betreiben zu können. Sonst fängt man dann wieder an ein Kabel zu verlegen, was ja schon aufgrund der Arbeitszeit nicht gerade billig ist. Bei mir war der Elektriker für die Verlegung von 30 Meter Leitung mit Wanddurchbrüchen 6 Stunden beschäftigt - und er arbeitete schnell und wurde noch von mir unterstützt.
Ein weiterer Vorteil eines höheren Kabelquerschnittes ist, dass da weniger Wärmeverluste auftreten.
Folgende Werte habe ich aus dem Beitrag "Mit welchem Leitungsquerschnitt zur 11kW/22kW Wallbox?" im GE-Forum von STEN am 21.10.2012:
Bei 22 kW entstehen bei einem Kabelquerschnitt von...
4qmm 1,9% Leitungsverlust = 400W landen im Erdreich
6qmm 1,3% Leitungsverlust = 280W landen im Erdreich
10qmm 0,8% Leitungsverlust = 170W landen im Erdreich
16qmm 0,5% Leitungsverlust = 105W landen im Erdreich
Ich fand diesen Blickwinkel sehr interessant. Groß sind die Preisunterschiede bei den Querschnitten auch nicht, so dass man meinen könnte, einfach den größten Querschnitt zu wählen sei das Beste.
Meistens muss man jedoch einen Kompromiss eingehen, weil die Leitungen zunehmend dicker und unflexibler werden. Man müsste immer größere Durchbrüche bohren und der Biegeradius nimmt auch stark zu, so dass sich 16qmm-Kabel kaum noch vernünftig verlegen lassen.
Eine gute Wahl ist deswegen tatsächlich der 6qmm-Querschnitt. Und genau so ein Kabel hatte mein Elektriker auch dabei und meinte, dass dies zu den CEE32-Anschlüssen üblicherweise verlegt würde.