Batteriewächter

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    • Batteriewächter

      Hallolo zusammen,
      ich bin da an was am tun dranne. 8|

      Thema Batteriewächter 12V , mit echter Batterie hinten rechts im Kofferraum.

      Auf welche Spannung sollte man und warum einen "Batteriewächter" ( elektronische Schutzschaltung die bei erreichen der unteren Spannungsschwelle der Batterie den angeschlossenen Verbraucher abschaltet) einstellen um noch sicher über die Runden zu kommen zum Anlassen, Aufsperren etc...

      10V ? Kene Ahnung.... ?(

      ""

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    • 10V halte ich schon für zu niedrig. 11,5 V so aus dem Bauch heraus. Mein Bauchgefühl stützt sich dabei aber auf meinen elektrotechnischen Hintergrund - beruflich wie privat :D

      Ich recherchiere aber mal in der mir zur Verfügung stehenden Literatur, wird aber ein paar Tage dauern ;)

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    • Moin Moin,

      da meine Fachliteratur zu dem Thema nicht eindeutig Stellung bezieht, habe ich mich mal auf die Suche gemacht.

      Die meisten Quellen reden von einer Entladen Flussspannung von 1,75 V pro Zelle (1,9 V bei Gelakkus) Ergibt für den Standard-Kfz-Akku dann 10,5 V. Da ist dann aber auch Schluss und ein Schaden an der Batterie wohl kaum noch abzuwenden.

      Aaaber: die Entladekurve verläuf nicht proportional. Zwischen z. B.11,2 V und 10,5 V können demnach nur Sekunden liegen (siehe angehängtes Dokument, das steht da so als Beispiel drin).
      In dem Dokument wird auch auf Batteriewächter eingegangen. Dort heißt es, dass 11,2 V eine gut geeignete Auslöseschwelle sind.

      Zu beachten wäre noch, dass der Batteriewächter eine geringe Stromaufnahme hat. Ein Relais, das unterhalb der Schwelle einfach abfällt, würde im Vorfeld zu viel entladen. Bistabile (Stromstoß-)Relais sind da besser geeignet.

      Dazu kommt halt noch, dass allein die Leerlaufspannung wenig aussagekräftig hinsichtlich Ladezustand ist. Dürfte aber dennoch die einzig praktikable Methode sein.

      Du willst ja ein Gerät, das präventiv tätig wird, damit die Batterie gar nicht erst in den kritischen Bereich kommt.
      Ich würde daher an meinen 11,5 V festhalten. Das sollte dem Ioniq noch reichen, um das Hochvoltsystem zu starten. Wir haben ja keinen Anlasser, der kurzzeitig viel Strom zieht und dadurch die Spannung einbrechen lässt.

      Siehe: http://struik-tvs.eu/German/Dcamper/Dwerner.pdf

      Edit: Link funktioniert nicht. Noch ein Versuch:

      google.de/url?sa=t&source=web&…Vaw1Lxza0_WBTZUVfcgtXijam

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    • dem möchte ich mich anschließen.

      Die Leerlaufspannung ist nur ein Kompromiss, aber hier mit vertretbarem Aufwand nicht anders möglich.
      Deshalb würde ich die Schwelle nur knapp unter die 12V setzen, da eine gut geladenene Batterie immer etwas mehr als 12V Leerlaufspannung hat.

      11,5V scheint mir auch sinnvoll, da jedes Absinken unter die 12V ein Indikator für einen geringen Füllstand ist.

      Andererseits wird beim IONIQ die Hilfsbatterie ja nicht für den Anlasser verwendet sondern nur für die Board-Elektronik.
      Die Anforderung an den Ladestand ist also nicht so kritisch, wie bei einem konventionellen Fahrzeug.

      PHEV Premium marinablau - steht seit dem 16.2.18 in meiner Garage :)

    • Danke Euch!

      Also regeln wir mal auf 11,5V ein.

      Die klassische 12V Batterie im Kofferraum, ist die nur für die generelle Elektrik zuständig?
      Also der Anlasser wird vom LION Akku gestartet? Wann wird die 12V Batterie geladen? Auch wie beim Elektro alle 72H oder wenn der Motor beim Hybrid läuft?

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    • Ich kann auch nur mit souveränem Halbwissen glänzen:

      Soweit ich weiß, wird die Hilfbatterie (12V Bleiakku) während der Fahrt permanent aus dem HEV-Akku geladen, wie es beim konventionellen Auto die Lichtmaschine tut.
      Wenn der Wagen aus ist, gibt es einen Hilfsbatterie-Schutz (möglicherweise nicht beim Hybrid, bin mir da nicht sicher).
      Der prüft in gewissen Abständen, ob die Hilfsbatterie zu schwach ist und lädt dann aus dem HEV-Akku nach. Der ist abschaltbar.
      Wenn das innerhalb von 72 Stunden mehrfach erforderlich ist, gibt es eine Warnmeldung beim nächsten Start.

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    • @Elektrolurch streich das "halb", stimmt soweit alles ;) den Batterieschutz gibt es beim HEV nicht, jedenfalls nicht im 2016er Modell. Sonst wäre ja auch die ganze Diskussion hier unnötig. Beim 2018er gibt es denn Reset-Button, mit dem man manuell aus der Hochspannungsbatterie nachladen kann.

      Das 12V Netz ist sozusagen nur noch ein Hilfsnetz. Darüber werden einerseits die typische Fahrzeugelektronik (Lichter, Fensterheber, Lüfter, Steuergeräte usw) versorgt und andererseits wird die Spannung benötigt, um das 220 V Netz zu "starten". Da finden in den Steuergeräten sicher irgendwelche Testroutinen statt, bevor die Batterie ans Netz gelassen wird. Daher wird die Spannung benötigt.
      Dann wird die 12 V Batterie von der 220 V Batterie geladen, eine klassische Lichtmaschine gibt es nicht mehr. Geladen wird sie permanent, solange das Auto (das 220 V Netz) an ist. Je nach Ladestand natürlich. Ich meine, mich zu erinnern, dass es dafür einen Schaltregler gibt, der die 12V erzeugt.
      Zum Starten des Motors bedienen wir uns des Hybrid-Starter-Generators (HSG), der natürlich das HV Netz braucht.

      Oder kurz: ohne 12 V keine 220 V, ohne 220 V kein Motor. Ohne Motor kein laden.

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    • So, nochmal für dunkelblonde... jetzt will ich das auch komplett verstehen...


      Der Verbrenner speist den Elektromotor und macht 220V, die Rekuperation macht die 220V -> Ladung und Buffer in den Lithium Akku.
      Die 220V werden für den Anlasser des Verbrenner (Ich denke der EMotor ist der Anlasser) und den EMotor benutzt.

      Sobald das 220V System genug Power hat nach Zündung an ( sei es durch genug Restpower im Lithium Akku oder der Verbrenner oder Rekuperation läuft gerade), lädt es runtertransformiert die 12V Bleibatterie. Eine 72H Vorgabe gibt es beim HEV nicht. Beim HEV wird immer nachgeladen wenn möglich.

      Die 12V Bleibatterie ist für alle 12 V Verbraucher zuständig. Überall wo 12V draufsteht wie Radio, Heizungen, alles an Licht, Boardcompter wie auch die Steuergeräte.
      Der meiste Strom zum Anlassen kommt von der Lithium Batterie.

      Also ist die 12V Batterie gut zu pflegen ABER man kann sie leichter anstubsen damit alles wieder läuft und geladen wird über eine z.B. Powerbank die dann anstubst. Wenn das Gehirn, also die Steuergeräte wieder genug Spannung bekommen, kann der Motor gestartet werden. Das aber nur wenn im Lithium Akku genug Strom ist.

      Die Lithium Akkuheizung und Akkulüftung wird bedient von welchem Akku?
      Was passiert wenn die 12V Batterie entladen ist und der Lithium Akku unter ein minimum gefallen ist? Dies durch falsches Batteriemanagement/trennung oder lange Standzeit und es gab eine böse tiefenentladung ? Wie bekommt man den Wagen an? Nur die Werkstatt oder auch der ADAC z.B.?
      ( wir lassen mal Zellentot, Schluss, meinetwegen auch die Hochvoltsicherung kaputt weg)
      Ich könnte mir denken das es in der Werkstatt spezielle Hochvoltladegeräte gibt die dann regenerieren bzw. den Lithium Akku vor/laden.
      12V anklemmen, die Steuergeräte laufen an und man kann den Fehler auslesen das die Lithium Batterie leer ist.

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    • ionix schrieb:

      So, nochmal für dunkelblonde... jetzt will ich das auch komplett verstehen...
      Ich hab hier mal was dazu geschrieben: Klick

      Kurzvariante: 12V Akku startet die Bordelektronik, der HSG startet den Verbrenner. Strom für den HSG kommt aus dem Hochvoltakku.
      HSG lädt den Hochvoltakku wenn der Verbrenner an ist, der Elektroantriebsmotor lädt ebenfalls den Hochvoltakku wenn rekuperiert wird.
      Der 12V Akku wird über einen DC-DC Konverter (bei Zündung an) aus dem Hochvoltakku geladen. Dies ist völlig unabhängig von einem laufenden Verbrenner.


      ionix schrieb:

      Was passiert wenn die 12V Batterie entladen ist und der Lithium Akku unter ein minimum gefallen ist?
      12V Akku -> Powerbank oder klassische Starthilfe

      Der Hochvoltakku kann ohne Defekt nicht unter ein kritisches Maß fallen. Dazu ist einfach zu viel Energie gespeichert und das Starten vom Verbrenner verbraucht vergleichsweise wenig davon.

      Dennoch hier das Verhalten im Fehlerfall:
      Bei einem SOC von 10% bis 15% würde schon die Leistung vom E-Motor gedrosselt. Bei 5% bis 10% ist der E-Antrieb deaktiviert, d.h. die verbleibende Energie steht nur noch zum Anlassen zur Verfügung. Unter 5% kann nur noch die Werkstatt mit dem Diagnosegerät einen Startversuch unternehmen.

      IONIQ Hybrid Premium - aurora silver *** Bestellt: 15.02.2017 - Geliefert: 08.05.2017 *** Scheibentönung: 08.07.2017 *** Verkauft: 13.07.2018
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    • genau so ist es!

      nur noch eine kleine Ergänzung:

      Der Hochvolt-Akku kann auch durch den Verbrenner geladen werden.
      Dies geschieht im Rahmen der Optimierung des Arbeitspunktes des Verbrenners durch das Hybridsystem.
      Wenn der Verbrenner läuft, wird der Arbeitspunkt ständig optimiert.
      Entweder duch zusätzliche Unterstützung durch den Elektromotor, oder durch zusätzliche Belastung durch den Elektromotor (Generatorbetrieb).

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    • Elektrolurch schrieb:

      wird der Arbeitspunkt ständig optimiert.
      Das ist ja spannend, wusste ich gar nicht. Ich hab mich schon öfter gefragt, wie er den Doppelbetrieb entscheidet oder trotz einigermaßen vollem Akku manchmal nachlädt. So ergibt das überraschend viel mehr Sinn! Danke!

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