Batterieelektrische Autos sind klimafreundlicher als ihre Verbrenner-Pendants

  • Batterieelektrische Autos sind über ihre gesamte Lebensdauer klimafreundlicher als ihre Verbrenner-Pendants. Dennoch wird immer wieder das Gegenteil behauptet. Was ist da los? Und vor allem: Was ist der Zweck dahinter? Eine lesenswerte Analyse von Jürgen Voskuhl:
    https://energiewende.eu/falsch-wie-nachgemachtes-geld/

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    Ioniq BEV Style, Phantom-Black mit Schiebedach EZ 11/18 - bei uns seit 17.07.19 :D:thumbup:

  • Ich denke, es gibt noch weitere Punkte, die nicht an Konzernen liegen, sondern an der Mentalität der Mitbürger:

    • Elektromobilität ist neu und man muss sich umstellen - also schlecht
    • Der Sound ist schlecht. Für mich völlig unverständlich, aber es wird von einem V8 Sound geschwärmt oder von einem V12 Ferrari Sound und selbst der 60 PS Polo macht sich ein Sportauspuff dran, damit er schneller klingt
    • Sprit Vergeudung ist unvernünftig, was sicherlich fast jeder weiß. Aber trotzdem fahren immer mehr SUV rum und die Autos haben immer mehr PS. Es ist der persönliche Luxus, den sich viele gönnen wollen. Und dazu gehört halt ein dickes Auto mit einem dicken Motor. Das war schon immer so, also warum soll man da was ändern? Und beim Stammtisch wird noch geprahlt "ich hab voll auf den Pinsel gedrückt und da hat das Schätzchen dann 13 Liter geschluckt"
    • Man muss nachdenken. Ein großes Problem vieler! Tanken wurde einem früher noch erklärt, aber wie Ladekarten oder App Freischaltungen funktionieren ist zu kompliziert. Dann wird lieber schnell gesagt "das ist alles noch nicht ausgereift"
    • Woher soll der Nachbar eigentlich wissen, was man da tolles gekauft hat. Da steht ja gar nicht 4,5 Liter V8 hinten drauf? Bei einem BMW 750 i weiß ja auch jeder direkt bescheid. Oder hat mal jemand hinter "elektric" noch die Leistungsangabe gelesen?

    Es gibt noch mehr Punkte, und mir ist bewusst, dass tatsächlich nicht jeder einen BEV fahren kann (ich habe mich ja auch nicht getraut), aber viele wollen es halt einfach nicht. Vielleicht ist es ein Punkt von den Obigen, vielleicht ist es auch ein anderer. Es ist wie bei allen, wenn nicht durch Gesetze oder Verordnungen vom Staat etwas verlangt wird, wird sich erstmal nicht drum gekümmert. Oder wie viele Menschen würden aktuell mit einem Mund Nasenschutz rumlaufen, wenn es jedem selbst überlassen bliebe?

  • Wobei in Deutschland das Politikversagen extrem hohen Anteil hat an der bisherigen Entwicklung. Ein Plug-In als elektrisches Pendelfahrzeug macht ohne Lademöglichkeit Zuhause wenig Sinn. Dennoch wurschtelt der Gesetzgeber seit 4 Jahren (!) daran rum, endlich das WEG zu ändern, damit Lademöglichkeiten bei Eigentumswohnungen geschaffen werden können.
    Durch den Politikversager im Verkehrsministerium, der die PKW Maut und den neuen Bussgeldkatalog versaut hat, kommt nichts.
    Für mich vor allem deshalb unverständlich, weil ja alle großen Automobilhersteller sehr stark auf Plug- Ins setzen.
    Wenn man den Anteil an elektrischem Fahren steigern will, dann muss man dafür sorgen, dass die Leute unkompliziert die Wagen dort laden können, wo sie am längsten stehen, nämlich bei sich Zuhause.

    seit 07.05.2019 Ioniq BEV Premium. Im Sportmodus. :thumbsup:
    Verbrauch nach kumulativen geladenen kWh EVNotivy* 19,42 kWh**
    *dem Fahrakku über die gesamte bisherige Lebensdauer zugeführte Energiemenge inklusive Rekuperation
    **sämtliche nicht gesondert ausgewiesenen Verbrauchsangaben beziehen sich auf eine Fahrstrecke von 100 km

  • Wobei der interessante Punkt ist die vergleichen immer nur reine Verbrenner und reine E-Autos, PlugIn Hybride versuchen sie bzgl. der Umweltbelastung nie einzuschätzen. Auch wenn es sicherlich ein kontroverses Thema ist so sehe ich das ich aktuell mit meinem PlugIn bei ca. 13.000km Jahresleistung ca. 100 Liter Benzin tanke, dafür braucht es halt einen kleineren Akku in der Herstellung. Aber gut ist halt generell schwer zu vergleichen gerade bei dem Thema wie schlimm die Belastung durch den Akku ist scheiden sich ja aktuell stark die Geister

  • Schön, in beiden Berichten wird jeweils von dem größten Lithium Vorkommen Europas gesprochen. Einmal ist das unter dem Rhein und einmal im Erzgebirge.

    Wenn wir also zweimal das größte Lithium Vorkommen in Europa haben, dann sollte die Lithiumversorgung in Deutschland kein Problem mehr darstellen.

    Wenn sie es dann fördern können (oder wollen)