Beiträge von EE-Junkie

    Warum sollte er 10 x hintereinander nachladen, wenn die Batterie in Ordnung ist?

    Ich verstehe das "hintereinander" hier so, dass es wirklich direkt hintereinander erfolgt und nicht im Laufe von vielen Tagen oder Wochen, wie bei einer Urlaubspause.

    Heute habe ich zufällig folgendes bei dem Ioniq BEV VFL beobachtet:


    Der Ioniq stand seit Freitagmittag ausgeschaltet und abgeschlossen in der Garage. Im Vorbeigehen habe ich gesehen, dass die dritte blaue LED blinkte, also von innen die linke. Nach ein paar Minuten hörte das Blinken wieder auf. Ich hatte keinen Ioniqschlüssel bei mir!


    Daraufhin habe ich im Handbuch gesucht und wurde fündig. Auf Seite H60 steht rechts:

    Zyklusmodus:

    Ist das Fahrzeug ausgeschaltet und sind alle Türen, die Motorhaube und die Heckklappe geschlossen, aktiviert sich die Hilfsbatterie-Schonfunktion regelmäßig abhängig vom Status der Zusatzbatterie.


    Auf Seite H61 steht:

    • Die Hilfsbatterie-Schonfunktion wird max 20 Minuten lang aktiviert. Wenn die Hilfsbatterie-Schonfunktion im Automatikmodus häufiger als 10 Mal hintereinander aktiviert wird, stoppt die Funktion die Aktivierung und nimmt an, dass die Zusatzbatterie defekt ist. In diesem Fall aktiviert sich die Funktion wieder, wenn die Zusatzbatterie in den Normalzustand zurückgekehrt ist.


    Dann endlich auf Seite H62 kommt die Erklärung:

    Wird die Funktion aktiviert, blinkt die dritte Ladekontrollleuchte und das Fahrzeug wird mit Hochspannung versorgt.


    Nach dieser Information kann es nur einen Grund geben, dass die Starterbatterie leer ist, wenn man zu dem Ioniq kommt:

    Die Batterie ist defekt

    Genau so handhabe ich das auch. Ich habe meistens die Lüftung auf Scheibe und Füße eingestellt. Dann bleibt die Scheibe in der Regel frei. Bei Temperaturen unter 10°C verwende ich fast ausschließlich die Klimaanlage. Die läuft sparsamer und gleichmäßiger als das Heizelement. Allerdings dauert es am Anfang etwas länger, bis sie Wärme abgibt.

    Ich lade mit dem go-eCharger und habe auch eine Wärmepumpe für Heizung und Warmwasser im Einsatz. ;)

    Es kann überhaupt keine Schwierigkeiten geben, wenn der Hausanschluss ausreichend hoch abgesichert ist. Die Wärmepumpe ist in diesem Zusammenhang eher irrelevant, da sie wenig Strom zieht. In der Regel wird nicht mehr als 1,5 kW benötigt. Bei besonders großen WP werden vielleicht 2 kW an Leistung verwendet. Nur wenn ein zusätzlicher elektrischer Heizstab in der WP zum Einsatz kommt, werden ggf. z.B. 6 kW, auf drei Phasen verteilt, zum Einsatz kommen.


    Ein Herd mit einem Ceranfeld benötigt z.B. eine wesentlich höhere Leistung, wenn alle Kochfelder gleichzeitig eingeschaltet werden. Auch eine Sauna ist ein relevanter Verbraucher, weil ein üblicher Ofen gerne mal 9 kW Leistung fordert.


    Wallboxen werden in der Regel mit 16 A angeschlossen und abgesichert, wie jeder Stromkreis im Haushalt, und müssen beim Netzbetreiber nur angemeldet werden. Die 22 A Version ist eher selten und muss vom Netzbetreiber genehmigt werden.


    Mein Hausanschluss ist z.B. mit 3 x 50 A abgesichert. Da könnte ich 3 Wallboxen mit jeweils 16 A anschließen und hätte auch kein Problem.


    Grüße Joachim

    Für mein Empfinden ergibt eine Wallbox für den Ioniq kaum einen Sinn, solange es in Deutschland die Schieflastauflage gibt! Eine separate Steckdose, welche mit 16 A abgesichert ist, stellt eine wesentlich günstigere und ebenso gute Lösung dar. Eine CEE-Dose, welche mit 25 oder 32 A abgesichert ist, bietet sogar die Möglichkeit, bei Einhaltung der Schieflastauflagen mit 20 A also 4,6 kW zu laden! Diese Variante ist an einer Wallbox nach meinem Kenntnisstand nicht umsetzbar.


    Für all die Glücklichen, die ihr E-Auto mehrphasig laden können, ist die Förderung eine gute Gelegenheit, günstig an eine Wallbox zu kommen.