Rekuperieren bei vollem Akku

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    • Rekuperieren bei vollem Akku

      Hallo Freunde des Fahrens ohne Benzinmotor,

      bei mir ist eine Frage aufgetaucht, wo ich im Forum bei den BEV´s bisher nichts gefunden habe:
      Was passiert, wenn der Akku voll ist, und ihr eine lange Bergstraße runter fahrt? Dann wird ja nicht mehr rekuperiert und die Bremsen würden irgendwann anfangen zu überhitzen.
      Beim PHEV wird bei vollem Akku der Motor zugeschaltet, um die Motorbremse zu verwenden. Das hatten wir schon im Forum und habe ich selbst schon festgestellt.
      Aber wie läuft das beim BEV? Habt ihr einen Anker, den ihr aus dem Fenster werfen müsst? ?(

      Wenn das Thema doch schon war, dann sorry...

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      Plug In 2019 in Phantom Schwarz

    • Moin, Moin,

      leider konnte ich mich nicht zum rein elektrischen IONIQ durchringen und fahre "nur" Hybrid - daher ein vielleicht etwas ahnungsloser Kommentar von mir: Glaubst Du wirklich, dass die Scheibenbremsen unserer Fahrzeuge so schwach dimensioniert sind, dass Sie überhitzen??? Wie machen dass denn Autos ganz ohne Rekuperation? Klar, da kann man die Motorbremse nutzen, doch ein großes Überhitzungproblem hatten doch eher in Urzeiten die Trommelbremsen. Bei unserem Freizeitfahrzeug (Camperausbau auf Citröen Jumper) bringt z.B. Motorbremse in den Alpen bei 3,5to Lebendgewicht fast nix und es müssen immer die Scheiben herhalten. Da gab´s bisher auch auf langen Pässen keine Probleme.

      Dennoch eine interessante Frage! Wie man im Strassenbahnmuseum Hannover lernen kann, ist die Idee der Rekuperation bzw. dem "Bremsen mittels Elektromotor" keine neue Idee. Bei den alten Strassenbahnen wurde die Energie nur nicht rückgewonnen, sondern auf dem Dach in Wärme umgewandelt, welche dann einfach an die Umgebeung abgegeben wurde. Vielleicht ist das bei reinen Elektrofahrzeugen ja auch so, wenn die Akkus voll sind?!?

      LG

    • uhgabi schrieb:

      Glaubst Du wirklich, dass die Scheibenbremsen unserer Fahrzeuge so schwach dimensioniert sind, dass Sie überhitzen???
      Naja, ich fahre einen Plug In und der Motor geht zum bremsen an. Von daher scheint Hyundai dieses Sicherheitskonzept zu benötigen.

      uhgabi schrieb:

      Bei den alten Strassenbahnen wurde die Energie nur nicht rückgewonnen, sondern auf dem Dach in Wärme umgewandelt, welche dann einfach an die Umgebeung abgegeben wurde.
      Also bitte beim Bergabfahren Klimaanlage, Sitzheitzung, Lenkradheizung, Heckscheibenheizung an und Radio laut aufdrehen. :D

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    • laut Handbuch gibt es eine Warnmeldung bei Störungen im Bremssystem und/oder Bremskraftverlust - letzteres würde ich bei überhitzten Bremsscheiben ja erwarten. Ist aber auch gut möglich, dass man es wenn nicht schon am Geruch dann daran merkt, dass man dem Vordermann doch näher kommt als gewünscht. Das Problem ist dann nicht, den Ioniq zum Stehen zu bringen, sondern ihn rechtzeitig zum Stehen zu bringen...

      Zur Ausgangsfrage: Die Lösung könnte in folgendem Aspekt der Versuchsanordnung liegen:

      Der mit dem Strom faehrt schrieb:

      wenn der Akku voll ist
      ... ist er nicht ganz voll, Stichwort: Brutto-/Netto-Kapazität. Wenn die Ladestandsanzeige im Ioniq von 100% spricht, sind das in physikalisch echt weniger Prozente Ladestand. Der Puffer nach oben und unten ist erstmal dafür da, die Batterie zu schonen, aber vielleicht kann er ja auch für die außergewöhnliche Situation einer sehr langen Bergabfahrt herhalten ...

      Ansonsten kann man das Problem sehr einfach vermeiden, indem man oben auf dem Berg einfach mal nicht bis Oberkante Ladebuchse Strom tankt, dann hat man garantiert von der Hochfahrt noch Platz im Akku ... :whistling:

      ioniq style hev platinum silver seit 17.08.2017 :thumbsup:

    • Der mit dem Strom faehrt schrieb:

      Was passiert, wenn der Akku voll ist, und ihr eine lange Bergstraße runter fahrt? Dann wird ja nicht mehr rekuperiert und die Bremsen würden irgendwann anfangen zu überhitzen.

      Die lange Bergstraße die man runterfahren möchte, muss man zuerst ja auch mal hochfahren. Und sollte man dort oben auf eine Ladesäule treffen, muss man ja auch nicht umbedingt voll laden (womöglich noch kostenpflichtig). Wenn der Akku voll sein sollte, dann werden die normalen Scheibenbremsen benutzt.
    • Ich habe hier mal gelesen (ohne Gewähr, ist schon was her), dass jemand diesen Fall bei einer Alpen-Abfahrt erlebt hat - der Akku war voll, dann gab es wohl ein "zischendes" Geräusche und der Akkustand ist plötzlich gesunken. Heißt, die Akkus haben etwas Strom "nach außen" abgegeben. Vielleicht vertue ich mich auch, aber wäre das technisch möglich?

    • Zitat:"Die gespeicherte Energie kann man zwar in Arbeit oder Wärme umwandeln, aber nicht wie "Wasser" ablassen."

      Jetzt weiß ich auch wo Paul Panzer seinen Strom "eimerweise" her hat. Der hat ihn während der Fahrt so aufgefangen. :D:D:D

      Gruß
      Henry

      Ich fahre einen IONIQ Plug In - Trend - Phantom Black

    • LastRowRider schrieb:

      Vielleicht wurde auch ein anderer Begriff genutzt, von mir aus "puff" :D Ich finde den Beitrag so auch leider nicht wieder. Es geht ja viel mehr ums Prinzip, ob es denn so gelöst ist, dass der Ioniq ggf etwas Kapazität abgibt, um weiter rekuperieren zu können.
      Ach herjee. Mit einem zischen hätte ich ja noch leben können, aber ein "puff" ist selbst mir zu gefährlich ;) . Wenns gepufft hat, brauche ich wahrscheinlich kein Auto mehr :saint:

      Hat denn keiner einen BEV und kann mal eben mit vollem Akku das Stilfer Joch runterfahren und uns berichten, was passiert ist?
      (wenn´s puff gemacht hat, werden wir es durch die Presse erfahren ;( )

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    • Moin,

      wenn ein (so großer) Lithium-Akku zischt und/oder pufft, dann bringe ich so schnell wie möglich einen gebührenden Abstand zwischen uns beide und rufe vorsichtshalber die 112.
      Mir hat es vor einigen Jahren gereicht, als der Akku meines MDA1 (Gott hab ihn selig) urplötzlich von einer Flunder zum Faß geworden ist und die Rückseite regelrecht weggesprengt hat. =O

      Grüße
      Torsten

    • Ich habe mal etwas im Netz gefunden:
      focus.de/auto/ratgeber/sicherh…sproblem_aid_1154136.html
      Der Bericht ist zwar von 11.2013, jedoch wurde hier das Problem auch schon erkannt.
      Die Bremsen scheinen die Belastung (in gewartetem Zustand) auszuhalten, jedoch ist der Verschleiß natürlich enorm.
      Aber da wird auch über eine Wirbelstrombremse gesprochen, die damals jedoch noch nicht eingebaut wurde.
      Ich vermute, dass sich das bis heute auch nicht verändert hat. Denn so oft kommt der Fall ja vermutlich tatsächlich nicht vor. Und in alle Elektro´s eine zusätzliche Wirbelstrombremse einzubauen, die bei den meisten Autos im ganzen Autoleben nicht einmal verwedet wird, wird ein Hersteller nicht machen. Es sei denn, es würden ständig Autos Probleme kriegen und in der Presse landen.
      Wenn man jetzt noch bedenkt, dass Elektroautos eher Probleme mit Rost an den Bremsscheiben haben, sind die im Tal wenigstens mal wieder blank gerieben.
      Und die, die auf einem Berg wohnen sollten tatsächlich den Akku nicht voll laden. Spart auch Ladestrom.

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