E-Autobesitzer werden schon als Umweltsünder angeprangert

  • Hallo zusammen,


    mir fällt zunehmend auf, dass immer mehr und immer öfter über E-Autos und deren Ökobilanz hinsichtlich der Akkus abgelästert wird. Langsam komme ich mir teilweise als minderwertiger Mensch vor, weil ich so ein verteufeltes Gefährt mein Eigen nenne.


    GsD bewegen sich diese Verteufler derzeit ausschließlichim Internet oderZeitschriften. Ich hoffe das bleibt auch so, denn ich habe absolut keine Lust auf meinem Fahrzeug Lackschäden o.ä. feststellen zu müssen.

    Gruß
    Henry


    Ich fahre einen KIA Niro Plug In - Vision - Navigations- und Style Paket - Stahlgrau Metallic
    5,36 kWp SE5K-RWS - BYD LV7.0 - - Solar Edge - Store Edge

  • Das ist aber schon vorgekommen. Dummheit ist leider grenzenlos. Dumme glauben auch jedes Geschwätz, solange es in den eigenen Kram passt.
    Ich wurde auch schon angegriffen, weil ich ein so umweltschädliches Fahrzeug habe.
    Dummes Geschwafel! Jedes KFZ ist umweltschädlich!!!!!
    Ach was, jedes Produkt unserer weltweiten Industrie! <X
    Die Menschheit gehört ausgerottet!!!!!!!!!!!!!!!!!!


    Reicht das an dummem Geschwätz?!

    Phoenix Orange ist GEIL!!!!!!!!!!!!! 8o Macht die Welt bunter!


    (HEV Trend)

  • Unsere Erde trifft auf einen anderen Planeten und lamentiert:"Ich habe Homo Sapiens!" Sagt der andere:"Sowas Ähnliches hatte ich auch mal - das geht wieder weg!"


    So wird's wohl mal enden, aber bis dahin will ich nicht zurück zum Pferdefuhrwerk; die Entwicklung ist nun mal nicht aufzuhalten, aber mit Augenmaß sollte es noch eine Weile gut gehen. Erdöl für die Fortbewegung zu verbrennen ist nicht so toll, aber bis jetzt kannten wir es nicht besser. Mit der E-Mobilität wird ein neues Fenster aufgestossen - da geht kein Weg dran vorbei. Bis zur kommerziellen Nutzung der Kernfusion kann man nicht warten.
    Schlimmer sind die Windrad-und E-Trassenverweigerer, die gerade an der Stelle Machbares verhindern.

    HEV Trend-blau aus 2017
    HEV Trend-weiss aus 2018

  • Unsere Erde trifft auf einen anderen Planeten und lamentiert:"Ich habe Homo Sapiens!" Sagt der andere:"Sowas Ähnliches hatte ich auch mal - das geht wieder weg!"


    So wird's wohl mal enden, aber bis dahin will ich nicht zurück zum Pferdefuhrwerk; die Entwicklung ist nun mal nicht aufzuhalten, aber mit Augenmaß sollte es noch eine Weile gut gehen. Erdöl für die Fortbewegung zu verbrennen ist nicht so toll, aber bis jetzt kannten wir es nicht besser. Mit der E-Mobilität wird ein neues Fenster aufgestossen - da geht kein Weg dran vorbei. Bis zur kommerziellen Nutzung der Kernfusion kann man nicht warten.
    Schlimmer sind die Windrad-und E-Trassenverweigerer, die gerade an der Stelle Machbares verhindern.

    Dem kann ich mich nur anschließen!


    Gestern Abend war auf 3sat ein interessanter Bericht "Kann das Elektro-Auto die Umwelt retten?"
    Fazit: Ein Auto unserer Größe (28 kWh) amortisiert sich was die Umweltbilanz angeht gegenüber einem Diesel nach etwa 30.000 km. Die von vielen Herstellern angekündigten SUVs mit Akkus von z.T. 100 kWh entsprechend erst nach 100.000.km!


    Was allerdings die Gewinnung von Lithium in den Anden angeht, ist das schon eine arge Sauerei. Der indigenen Bevölkerung wird dort regelrecht das Grundwasser abgegraben.


    Eine niederländische Firma recyclet derzeit den Kobalt- und Kupferanteil aus Akkus zu 95 % und das Lithium zu 50 %. Im Moment sind das aber wohl hauptsächlich Handy- und Laptop-Akkus. Bei unseren Schätzchen wirds ja hoffentlich noch einige Zeit dauern...

    Seit 8. Mai 2019 IONIQ electric Style und immer noch rundum zufrieden!!! :D

  • Was allerdings die Gewinnung von Lithium in den Anden angeht, ist das schon eine arge Sauerei. Der indigenen Bevölkerung wird dort regelrecht das Grundwasser abgegraben.

    Genau das ist der Aufhänger der hysterischen E-Autogegner.
    Dabei kann das Zeug garantiert auch ökologisch gewonnen werden. Chile muß nur selbst Verantwortung und Interesse für alternative Rohstoffgewinnung entwickeln.
    Leider wird das in den Medien ignoriert. Hier wird nur die "Sauerei" für die schlechten E-Autos gezeigt und nichts weiter. Typische Stimmungsmache mit einseitiger Berichterstattung. :thumbdown:

    Phoenix Orange ist GEIL!!!!!!!!!!!!! 8o Macht die Welt bunter!


    (HEV Trend)

  • Das Land auf dem das Lithium gefördert wird gehört dem Staat und nicht der indigenen Bevölkerung, die dieses schon seit hunderten von Jahren landwirtschaftlich nutzt. Chile hat doch das allergrößte Interesse am Verkauf an die Konzerne. Die paar Bauern sollen doch sehen, wo sie bleiben...
    Die Verantwortung für eine ökologische Gewinnung geht der Regierung aus ökonomischen Gründen ab. Hört sich zwar ähnlich an, isses aber nicht!

    Seit 8. Mai 2019 IONIQ electric Style und immer noch rundum zufrieden!!! :D

  • Zeigt bitte allen E-Auto Gegnern dieses Video

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  • >> E-Autobesitzer werden schon als Umweltsünder angeprangert <<


    Schon der Titel und das noch im Ioniq Forum bringt mich zum platzen...
    Gelinde gesagt, das im Zusammenhang mit diesem Auto, da kann ich nur sagen, diese Leute haben überhaupt keine Ahnung.
    Für mich ist dieses Auto, der beste Kompromiss der z.Z. (2019) am Markt ist. Das Besitzer dieses Autos ein schlechtes Gewissen haben sollten, soweit solls noch kommen. Ich persönlich glaube nicht das es was wirklich besseres im Moment gibt. Dabei besizte ich noch nicht mal das Auto und sage das trotzdem.
    Entschuldigung für diesen langen Text hier, aber ich muss das mal sagen und der Inhalt ist gerade im Moment sehr wichtig, gerade was Grundeinstellung bezüglich CO2 Bilanz und Nachhaltigkeit betrifft. Muss den Text leider aufteilen:

    • Das Video davor erklärt schon vieles gut. Manche Zahlen halte ich persöhnlich für übertrieben und man muss natürlich beim Verbrauch des E-Autos noch Transportverluste und Ladeverluste mit dazu rechnen, aber das ändert die Tedenz nicht.
    • Nur ein paar konkrete Zahlen für diese E-Auto Ignoranten: Selbst wenn ich das Benzin für Kraftwerke benutzen würde, und das E-Auto damit lade, fahre ich ca 40% CO2 günstiger was die Verbrauchswerte angeht, als wenn ich das im Auto machen würde. Jede kWh regenerativ erzeugt, verbessert das natürlich nochmal. Warum ist das so:
      Nach Cannot-Kreisprozessberechnung ist der maximale Wirkungsgrad von thermischen Maschinen bei 60 – 65%. Davon schaffen gute Dieselmotoren 42% aber nur in einem Arbeitspunkt nahe der Maximalleistung. Dieser Arbeitspunkt ist während einer Fahrt so gut wie nie genutzt, wodurch die tatsächliche Effizienz weit unterhalb von 20% liegt. Ein E-Motor skaliert hier wesentlich besser, und liegt oft um die 90% Effizienz. Moderne GuD (Gas und Dampf) Kraftwerke schaffen bis zu 63% Effizienz und erzeugen damit fast das theoritisch mögliche in der Realität. Das ist auch ein Grund, warum die Hybridtechnik auch im Auto sinnvoll ist. Leitungsverluste und Ladeverluste sind oben mit eingerechnet.
    • Für mich ist der Sinn und Zweck eines Autos schnell, individuell von einem Ort zu einem anderen Ort zu kommen. Gerade hier braucht man ein Auto mit geringen cw Wert, um nicht unnötig viel Energie zu verbrauchen. Da wird auch viel falsch verstanden, weil der cw-Wert alleine eben nicht den Luftwiderstand angibt, sondern nur ein Beiwert ist. Das ist auch typisch für unsere Industrie immer Werte anzugeben, die unnütz sind, und nicht die vollständige Wahrheit wiedergeben. So kann ein SUV z.B. auch einen kleinen cw Wert haben, und hat aber trotzdem einen viel höhren Luftwiderstand, weil sich der Widerstand aus cw*Fläche ergibt. Und selbstverständlich wird der zweite benötigte Parameter verschwiegen. Da das dann noch quadratisch mit der Geschwindigkeit steigt, ist das extrem wichtig für den Verbrauch wenn man eben nicht nur langsam (50km/h) unterwegs sein will. Es ist eine Schande, dass mit diesem SUV Trend nicht schon längst politisch mehr unternommen wird. Der Trend gerade SUV zu erst zu elektrifizieren ist doppelt schädlich, weil es da noch weniger Sinn macht. Das Problem ist, dass der höhere Luftwiderstand beim E-Auto besonders stark am Stromverbrauch durchschlägt. Eigentlich ist es andersherum, ein Benzinmotor arbeitet meistens in einem sehr ineffizienten Bereich weil wenig Leistung gefordert wird, und das ist halt mal die 95% Anwendung während einer Fahrt, auch wenn schnell beschleunigt wird. Wenn nun ein SUV eine höhere Leistung bei höherer Geschwindigkeit braucht, wird ein Teil des Mehrverbrauch durch den günstigeren Arbeitspunkt im Verbrennermotor kompensiert. Diesen Effekt gibt es bei E-Autos nicht, wodurch diese tolle Audi E-Auto SUV Welle, Autos auf den Markt wirft, die extrem viel Strom brauchen, und damit die Sinnhaftigkeit dieser Initiative in Frage stellt. Und trotz des großen Akkus immer noch eine bescheidene Reichweite haben. Dass das auch anders ginge beweist die Studie bzw. Prototyp Lightyear. Dass bei solchen Autos dann die CO2 Bilanz nicht so toll ist, ist auch verständlich, weil der große Akku erstmal einen großen CO2 Rucksack bei der Herstellung beisteuert, der dann auch noch langsamer kompensiert wird, weil die Verbrauchswerte auch schlecht sind.
      Der Ioniq ist eines der wenigen Autos, die einer Tropfen-Form ähneln. Diese ist halt für einen geringen Luftwiderstand nötig. (Vergleich z.B. zum Querschnitt einer Flügelfläche.) Der deutsche Trend zu Kombiautos hat zu Autos geführt, die bezüglich des Luftwiderstands verkehrt herum fahren. D.h. würde man die Autos rückwärts fahren, hätten sie ohne weitere Optimierungsmaßnahmen (Abrisskanten etc.) einen besseren Luftwiderstand als vorwärts. Das schmerz schon etwas und zeugt von einer geringen Aufmerksamkeit bezüglich Effizienz, was die Autoform betrifft. Ein SUV setzt hier noch das i-Tüpfelchen drauf, da kann man eigentlich auch gleich eine Schrankwand durch die Gegend fahren. Warum sowas tolle Ingenieurskunst sein soll, kann ich nicht nachvollziehen.
    • Dieser ach so schlimme Litium Abbau den leider auch noch Harald Lesch verbreitet, ist zahlenmäßig massiv übertrieben (Faktor 10) und weitaus weniger schlimm als z.B. der Braukohleabbau in Deutschland. Ja jeder Bergbau ist umweltschädlich, es ist halt die Frage welche Alternativen man hat. Solange man noch einen Individualverkehr mittels Auto zulassen will, gibt es im Moment keine bessere Möglichkeit als ein E-Auto. Und hey, das Ding kann man bereits kaufen und funktioniert. Was man bei dieser Diskussion auch noch betrachten sollte, ist die Tatsache, das Litium ist kein Verbrauchsmittel, wie Öl und Benzin, sondern wird nur einmal für die Produktion genötigt. Bereits jetzt wird 60% des Litiums von defekten Akkus recyclet und das aus Kleinstakkus von Handys und Laptops. Wenn mal die größere Akkumengen aus den Autos anfallen gibt es bestätigte Zahlen von über 90%. D.h. wenn eine Bestands E-Autoflotte unterwegs ist, wird der Litiumbedarf aus den Bergwerken wieder auf das ursprüngliche Niveau zurückgehen. Für mich ist diese Punkt nicht wirklich relevant.
    • Noch extremer ist die Situation für Kobalt. Ja natürlich ist es verwerflich, wenn hier Kinderarbeit bzw. unkontrollierter Bergbau stattfindet. Nur tendiert die benötigte Kobaltmenge für Akkues stark gegen 0. Was ich an dieser Diskussion auch noch anfügen würde ist die Tatsache, dass der größte Teil der Kobalförderung immer noch in die klassische Autoindustrie für hochfeste Stähle und Lacke verwendet wird und nicht für Akkus, und das trotz dem Akkuhype. Da will ich mich schon mal fragen, warum diese so verwerfliche Förderung von Kobalt bis jetzt kein Thema war und ausgerechnet jetzt, wo ein kleiner Teil für Akkus benötigt wird, nun so in der Öffentlichkeit breit getreten wird.
    • CO2 Rucksack für die Akku Herstellung:
      Natürlich ist das ein wesentlicher Punkt und sollte nicht unbeachtet sein. TESLA geht da meiner Meinung nach auch einen guten Weg und holt sich die Energie über eigene Solarzellen bzw. über regenerative Stromverträge. VW hat ja nun ähliches vor. Ich will hier nur erwähnen, dass im Internet und TV oft Zahlen aus der sogenannten Schwedenstudio herangezogen werden (Harald Lesch, und Hans-Werner Sinn) die von den Erstellern der Studio mitterweile als falsch deklariert wurden. Zur Zeit braucht man in etwa pro kWh Akku 1000km Fahrleistung eines Elektroautos um den CO2 Rucksack zu kompensieren. D.h. ein 30kWh Akku (so wie beim Ioniq Elektro) muss ca. 30000km elektrisch fahren, um den CO2 Ausstoß der Akkuproduktion wieder zu kompensieren. So schlimm ist das jetzt nicht mehr und die Tendenz ist fallend. Aber natürlich ist das ein Punkt der nicht außer Acht gelassen werden sollte. Was auch oft verschwiegen wird ist die Haltbarkeit von Akkus. Die sind eben nicht bei 200000km kaputt. Die Model S von TESLA haben gezeigt, das weit über 300000km drin sind. Hier ist das Thermalmanagement wichtig, das der Ioniq wenn auch nur vereinfacht hat. Selbst nach den 300000km wird der Akku nicht gleich recyclet sondern dient noch lange als Strompuffer. Erst dann wird er recyclelt und senkt dadurch erheblich den Rohstoffbedarf des neuen erzeugten Akkus. Diese Dinge werden gerne verschwiegen und behauptet man müsse 200000km fahren um die Produktion zu kompensieren, was definitiv falsch ist.
    • Autos direkt mit Strom zu tanken macht sehr viel Sinn, weil es überhaupt keine andere Energieform gibt, die derart leicht und effektiv transportiert werden kann als Strom. Zum Transport braucht man bekannterweise freiliegende Leitungen und ein paar Transformatoren. Der Verlust durch den Transport ist (tatsächlich keine Schätzung Theorie etc.) im Moment in Deutschland bei 5% Tendenz fallend. Die beinhaltet auch alle Transformatorverluste.
      So und jetzt vergleichen wir das mal mit Benzin/Diesel. Ja wie kommt der denn zu den Tankstellen? Genau die Tanklaster. Die verbauchen ihrerseits auch wieder Sprit. Es gibt Schätzungen das um die 20% der Energie bei Benzin/Diesel durch den Transport verloren gehen. Egal ob das jetzt genau stimmt, unter 5% wie beim Strom wird es nie sein. Und mit welchem Aufwand: Transportlaster, Auftanken des Lasters, Ausladen an der Tankstelle und nebenbei muss man Straßen und Laster hierfür haben. OK die Straßen sind eh da, verschleißen dann aber zusätzlich durch den LKW-Verkehr eben auch wegen des Sprittransports, das ich bei E-Autos nicht hätte. Das muss am Ende alles gezahlt werden und es ist wie immer, in Deutschland kann man nur konservativ, d.h. man bleibt bei dem was man kennt und vergisst hier die Umständlichkeit und Verluste der etablierten Lösung, und sieht immer nur das, was bei einer Änderung dazukommen würde.

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