Betrieb eines KFZ-Spannungswandlers über die 12V-Batterie

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    • Betrieb eines KFZ-Spannungswandlers über die 12V-Batterie

      Ich möchte den Akku meines Ioniq elektro (28KWh) über einen KFZ-Spannungswandler als Backup im Fall eines Blackouts des Stromnetzes verwenden. Dazu einige Fragen:

      1) Ist es möglich, das über einen KFZ-Spannungswandler (mit etwa 700 bis 1000W), der an die 12V-Batterie angeklemmt wird, zu machen?

      2) Mir wurde gesagt, dass die Leistung des DC-DC-Wandlers zwischen Akku und 12V-Batterie dabei ein zu beachtender limitierender Faktor sei. Stimmt das und falls ja, wie hoch ist dessen Leistung?

      3) Muss dazu die Zündung eingeschaltet werden um zu vermeiden, dass die 12V-Batterie nach kurzer Zeit vollständig entladen wird oder wird diese automatisch nachgeladen?

      Herzlichen Dank im Voraus

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    • Zum dritten Punkt kann ich Dir sagen, dass es ein System gibt, welches die Batterie auch im ausgeschaltetem Zustand aufläd. Diese Funktion kann auch abgeschaltet werden.
      Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass die Batterie in der Geschwindigkeit geladen werden kann, dass Du 1000 Watt abzapfen kannst.
      Und der 12 Volt Batterie wird das auf Dauer auch nicht gefallen.

      Wenn Du ein Auto haben willst, von dem Du Strom in großen Mengen abzapfen kannst musst Du Dir den Sion kaufen. Da kannst Du 3700 Watt über Schuko bekommen und 11 kW über den Typ 2 Stecker.
      (Wenn der dann 2022 endlich mal ausgeliefert werden kann...)

      Plug In 2019 in Phantom Schwarz

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Der mit dem Strom faehrt ()

    • Du solltest im Handbuch unter "Steckdosen" nachschauen. Dort steht, dass die beiden 12 Volt-Steckdosen nur im Bereitschaftsmodus und nur bis 180 Watt benutzt werden dürfen. Die beiden Steckdosen sind mit 20 A abgesichert, das macht bei 12 Volt 240 Watt, aber mehr ist nicht drin. :(

      Ich habe es ausprobiert. Wenn man den Startknopf nur einmal drückt, sind die Steckdosen noch stromlos. Erst beim zweiten Drücken werden sie aktiviert.

      Man kann natürlich, mit dem erforderlichen technischen Wissen, direkt an der Hochvoltbatterie einen Wechselrichter auf 230 Volt anschließen. Electric Dave hat dies in einem ausführlichen Youtube-Video beschrieben. Allerdings begibt man sich dabei in Lebensgefahr, wenn man sich nicht entsprechend auskennt.

      PS: Ich kann das Video nicht mehr finden. Vielleicht hat er es rausgenommen, weil es zu gefährlich ist. :/

      Ioniq BEV Style, Phantom-Black mit Schiebedach und somit LED-Innenbeleuchtung EZ 11/18 - bei uns seit 17.07.19 :D:thumbup:

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von EE-Junkie ()

    • Der mit dem Strom faehrt schrieb:

      Zum dritten Punkt kann ich Dir sagen, dass es ein System gibt, welches die Batterie auch im ausgeschaltetem Zustand aufläd.
      Was Du meinst, funktioniert nur bei eingeschaltetem Ioniq! Deshalb gab es ja schon einige Fälle, bei denen nach längerer Standzeit die 12 Volt-Batterie leer war. Man braucht dann aber nur einen winzigen 12 Volt Impuls, um den Startvorgang auszulösen. Danach wird die 12 Volt-Batterie wieder von der Hauptbatterie nachgeladen.
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    • EE-Junkie schrieb:

      Was Du meinst, funktioniert nur bei eingeschaltetem Ioniq! Deshalb gab es ja schon einige Fälle, bei denen nach längerer Standzeit die 12 Volt-Batterie leer war. Man braucht dann aber nur einen winzigen 12 Volt Impuls, um den Startvorgang auszulösen. Danach wird die 12 Volt-Batterie wieder von der Hauptbatterie nachgeladen.
      Ich meine die Hilfsbatterie Schonfunktion. Die läd immer dann, wenn der Ioniq abgestellt wurde (sofern es notwendig ist). Wenn er wieder gestartet wird, steht bei mir öfter im Display, dass die Batterieschonfunktion die Batterie geladen hat. Der genaue Wortlaut ist mir gerade entfallen.

      Zum Hinweis, dass man eine spezielle Ausbildung braucht, sei noch gesagt, dass man auch auf die Garantie verzichtet, wenn man solche Doktor Spielchen am Auto macht.

      Plug In 2019 in Phantom Schwarz

    • Der mit dem Strom faehrt schrieb:

      Ich meine die Hilfsbatterie Schonfunktion. Die läd immer dann, wenn der Ioniq abgestellt wurde (sofern es notwendig ist). Wenn er wieder gestartet wird, steht bei mir öfter im Display, dass die Batterieschonfunktion die Batterie geladen hat. Der genaue Wortlaut ist mir gerade entfallen.
      Die meine ich auch. Die Meldung ist insofern verwirrend. Die Nachladung erfolgt nur bei eingeschaltetem Ioniq, weil nur dann überhaupt eine Verbindung zum Hauptakku besteht. Ist der Ioniq ausgeschaltet, wird der Hauptakku durch ein Schütz komplett vom Bordnetz getrennt. Das muss auch aus Sicherheitsgründen so sein!

      Der mit dem Strom faehrt schrieb:

      Zum Hinweis, dass man eine spezielle Ausbildung braucht, sei noch gesagt, dass man auch auf die Garantie verzichtet, wenn man solche Doktor Spielchen am Auto macht.
      Korrekt! Das habe ich vergessen, zu erwähnen!
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    • EE-Junkie schrieb:

      Du solltest im Handbuch unter "Steckdosen" nachschauen. Dort steht, dass die beiden 12 Volt-Steckdosen nur im Bereitschaftsmodus und nur bis 180 Watt benutzt werden dürfen. Die beiden Steckdosen sind mit 20 A abgesichert, das macht bei 12 Volt 240 Watt, aber mehr ist nicht drin. :(

      Ich habe es ausprobiert. Wenn man den Startknopf nur einmal drückt, sind die Steckdosen noch stromlos. Erst beim zweiten Drücken werden sie aktiviert.

      Man kann natürlich, mit dem erforderlichen technischen Wissen, direkt an der Hochvoltbatterie einen Wechselrichter auf 230 Volt anschließen. Electric Dave hat dies in einem ausführlichen Youtube-Video beschrieben. Allerdings begibt man sich dabei in Lebensgefahr, wenn man sich nicht entsprechend auskennt.

      PS: Ich kann das Video nicht mehr finden. Vielleicht hat er es rausgenommen, weil es zu gefährlich ist. :/
      Danke, das hab ich gesehen und steht auch auf den Steckdosen, doch ich will direkt an der Batterie anschliessen, z.B. mit einem solchen Gerät: pearl.at/at-mtrkw-4641-kfz-spannungswandler.shtml. Da könnte ja mehr möglich sein.

      Die bei mir eingebaute Batterie hat 12V, 40Ah (20hr) Nennkapazität, 55min RCC Reservekapazität und Kaltstartstrom von 354A

      Dauerbetrieb ist nicht wirklich vorgesehen, nur Notbetrieb im Fall eines Blackouts
    • Der mit dem Strom faehrt schrieb:

      Wenn die Schonfunktion tatsächlich nicht im ausgeschaltetem Zustand läd, kannst Du es vergessen.
      Wie oft habt ihr denn einen Blackout, dass das überhaupt notwendig ist? Und wirklich viel lässt sich mit 700 Watt ja auch nicht betreiben....
      Blackout sehr sehr selten und wenn, dann ist der Strom relativ bald wieder da.
      Ich überlege das nur als Bachup für den äußersten Notfall um gewisse Notfunktionen aufrecht zu halten wie Kommunikation, Pumpen für thermische Solaranlage und Brauchwasseranlage etc. Also eine kostengünstige Versicherung, die hoffentlich nie schlagend wird.

      Ich plane PV-Anlage am Dach (die sich ohne Netz aber abschaltet) jedoch ohne Speicher. Deshalb die Überlegung ob ich so eine Notversorgung aus dem (dann hoffentlich geladenen) E-Auto generieren kann.

      Ad Schonfunktion: Um die Ladung vom Accu sicher zu stellen müßte das Auto halt eingeschaltet werden. Problem: Dürfte sich nach einer gewissen Zeit automatisch abschalten, wenn ich es richtig im Kopf habe, aber vielleicht kann man das auch einstellen?
    • Wenn Du noch keine PV hast, überleg lieber, ob Du eine mit einem kleinen Speicher kaufst. So gibt es z.B. ein Modulsystem, wo ein Akkuschrank an den Wechselrichter angeschlossen wird, der mit 2,4 kWh Akkus aufgefüllt werden kann. 4 Akkus im Schrank sind dann 9,6 kWh. Dann kannst Du Deinen Ioniq auch besser laden. Wenn nicht mehr genug Sonne scheint, ziehst Du automatisch den Strom aus dem Akku. Oder wenn Du abends nach Hause kommst, kannst Du trotzdem günstigen Sonnenstrom tanken.
      Und Dein Notstrom hast Du dann auch.
      Außerdem werden Deine Pumpen auch Nachts mit dem günstigen Strom versorgt.
      Ich habe habe auch eine PV Anlage, leider ohne Speicher. Ich bin aber schon am überlegen, ob ich die erweiter und einen Akku anschließe.

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    • EE-Junkie schrieb:

      Das klingt interessant! Kannst Du einen Hinweis oder link posten, wer das anbietet?
      Auf PV-Anlagen spezialisierte Anbieter haben solche Speicherlösungen. Es ist halt nur eine Frage der Kosten und auch der Sinnhaftigkeit. Da habe ich einen relativ großen Speicher (der für die ins Auge gefassten Notfunktionen ausreichend sein sollte) in der Garage stehen, nutze ihn nicht (oder kann ich nicht nutzen, wenn Eure obige Argumentation hält) und dann stelle mir parallel dazu einen weiteren Speicher auf. Ich seh schon, hat den Vorteil, dass die PV auch ohne Netz Strom in den Speicher liefert. Aber als Versicherung ist mir das halt zu teuer und deshalb suche ich nach einer kostengünstigeren Lösung.

      Aber vielleicht sollte ich auch auf eine neue Generation von E-Autos warten, die auch als Speicher für PV-Strom in beide Richtungen nutzbar sind. Erste diesbzgl. Modelle gibt es ja schon, wenn ich das richtig mitbekommen habe, bin da aber nicht am Stand, da ich derzeit noch nicht an den Tausch meines Ioniq denke, mit dem ich übrigens sehr zufrieden bin.
    • Ich bin exakt in der gleichen Situation, wie Du! Genau diese Überlegungen habe ich letzten Sommer angestellt, nachdem wir den Ioniq bekommen hatten.

      Daher verwende ich seit langem einen Wechselrichter mit 300 Watt, den ich vom Camping noch hatte. Damit kann ich die wichtigsten Systeme im Haus in Betrieb halten und dank der thermischen Solaranlage auch Warmwasser zur Verfügung stellen. Die Hocheffizienzpumpen haben sehr geringe Leistungen. Die Beleuchtung im Haus ist zum Großteil auf LED-Basis. Mit der Kommunikation wird es allerdings nicht funktionieren, wenn außerhalb des Hauses des Netz ohne Strom ist. Auch die Mobilfunkmasten werden vermutlich bei einem großflächigen Ausfall nicht arbeiten.

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